Warte nicht auf Regen
Dmitrij Gawrisch, in der Ukraine geboren und in der Schweiz aufgewachsen, schreibt über das heutige Russland und den langen Schatten der Sowjetunion. In seinen Reportagen schält sich die Realität aus minimalen Details heraus, die zusammengesetzt die Erzählung formen.
Im Buch «Warte nicht auf Regen» öffnen sich drei Geschichten auf ebenso viele Arten, die Welt zu lesen. Die Illustrationen greifen Fragmente aus diesen Texten auf und verdichten sie zu subtil surrealen Bildern.
Warte nicht auf Regen
Durch langes Warten nimmt der Körper die Zeit in sich auf. Man gewöhnt sich an einen Zustand, der sich nicht ändert. Der Regen kommt nicht. Was bleibt, ist das Warten.
Sotschis Soundtrack
In Sotschi, hinter der für die Spiele errichteten Glitzerfassade, legen Randstimmen, wiederholte Parolen und unfreiwillige Ironien eine allgegenwärtige Macht offen, die die offizielle Inszenierung zu verbergen sucht.
Idyll in der Ukraine
Im Leprosorium von Kutschurgan, einem Relikt der Sowjetzeit am Rand der Ukraine, betreten wir das Leben der wenigen verbliebenen Patienten. Zwischen kargen Räumen und flackernden Fernsehern entdecken wir einen Ort, den der Rest des Landes vergessen zu haben scheint.
Krim
Eine langsame Reise entlang der Krimküste hält in einem Café am Meer inne, in dem einst auch die Dichterin Anna Achmatowa verkehrte. Die Wände hängen voller Bilder. Zwischen den Tassen legt sich eine diskrete Stille in die Pause der Reise.
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